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Casio FP-200
 Casio
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Der FP-200 erinnert auf den ersten Blick an den EPSON HX-20. Er ist etwa gleich groß und hat ein ähnlich dimensioniertes Display. Allerdings fehlen der eingebaute Drucker und der Mikrokassettenrekorder. Zudem arbeitet er mit herkömmlichen Mignon-Batterien, von denen er vier in etwa 11 Stunden leert - kein Vergleich mit den 40 Stunden Akku-Laufzeit des HX-20.

Der FP-200 arbeitet mit einem ordentlich ausgestatteten und schnellen Basic-Interpreter. Wie von den Casio-Pocketcomputern gewohnt, kann der Rechner bis zu zehn Programme gleichzeitig im Speicher halten. Dafür sind die standardmäßig verfügbaren knapp 2 KB RAM allerdings recht knapp bemessen. Weitere 3 KB des Arbeitsspeichers sind für CETL reserviert. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Tabellenverwaltung. Bis zu zehn solcher Tabellen kann das Gerät aufnehmen, die jedoch von Anfang an in Spalten- und Zeilenzahl sowie den Feldlängen festgelegt werden müssen. CETL ermöglicht die Definition und Befüllung solcher Tabellen im Dialog und ähnelt damit nur wenig heutigen Tabellenkalkulationen. Man kann jedoch einzelne Tabellenzellen über eine Formel und unter Bezugnahme auf andere Zellen befüllen oder gar ein Basicprogramm zu diesem Zweck aufrufen. Umgekehrt können auch Basicprogramme frei auf Tabelleninhalte zugreifen und diese verarbeiten oder manipulieren.

Der FP-200 glänzt mit der Möglichkeit, ein Diskettenlaufwerk anzuschließen. Dafür muss allerdings das Batteriefach herausgenommen und der Rechner demzufolge mit einem externen Netzteil betrieben werden. Falls dann die Stromversorgung über die Floppy erfolgen würde, wäre dieses Konzept ja verständlich - so erzeugt es aber nur unnötigen Kabelverhau.

Über Stecker, die zwar nicht standardkonform, aber immerhin in der Anleitung beschrieben sind, kann der FP-200 Centronics-Drucker und serielle Geräte (RS-232C) ansprechen. Dazu muss er allerdings am Netzteil hängen, im Batteriebetrieb funktionieren die Schnittstellen nicht.

Im Vergleich zum HX-20 ist der FP-200 relativ unbekannt und auch nur wenig verbreitet. Ursachen dürften das weniger seriöse Äußere und das doch sehr erklärungsbedürftige Softwarekonzept gewesen sein. Für seinen höheren Preis punktet der HX-20 mit dem leistungsfähigen Akku, besserer Mobilität und seinem eingebauten Drucker und Massenspeicher.
(C) 2008 B. Jakubaschk
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Prozessor:
80C85, 3.0 MHz

RAM:
8 KB
(davon 1902 Byte frei, erweiterbar bis 32 KB)

ROM:
32 KB

Betriebssystem:
C85-Basic / CETL

Textanzeige:
20x8, monochrom
LC-Display

Grafikanzeige:
160x64, monochrom

Tongenerator:
kein Sound

Hergestellt:
1983 -

Neupreis:
ca. 800 €