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Sharp PC-E220
 Sharp
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Der PC-E220 ähnelt auf den ersten Blick dem PC-E500 und kam auch etwa gleichzeitig auf den Markt. Trotzdem ist es ein völlig eigenständiges Gerät, das auch mit keinem der übrigen Sharp-Pocketcomputer näher verwandt ist. Am ehesten könnte man es als Kreuzung aus dem PC-1600, dem PC-E500 und dem PC-14xx bezeichnen.

Zwei Superlative zeichnen den PC-E220 aus: Die vier hintereinanderliegenden Mignonzellen zur Spannungsversorgung definieren Breite und Dicke des Geräts und machen es zum größen unter den Sharp-Pocketcomputern. Der Z80-kompatible Prozessor macht zudem zum schnellsten.

Das großzügige Display ist hingegen etwas enttäuschend: Es fasst nur 24 Zeichen in der Breite und hat Lücken zwischen den Zeichen. Für Grafiken ist es folglich nicht zu gebrauchen. Die Tastatur ist ähnlich angeordnet wie beim PC-E500, die Belegung ist aber unverständlicherweise deutlich anders. Die praktischen Funktionstasten unterhalb des Displays fehlen.

Die Gehäusebeschriftung des PC-E220 verweist auf "Engineer Software", im Gegensatz zum PC-E500 ist diese jedoch wenig umfangreich. Der Schwerpunkt des Geräts liegt eindeutig bei der Programmierung. Neben dem Basic-Interpreter, der weitgehend kompatibel zu dem der PC-14xx-Baureihe ist, enthält der Computer auch einen Maschinensprache-Monitor und einen Assembler.

Hier kommt nun ein weiteres Feature zum Tragen, das den PC-E220 von allen anderen Sharp-Pocketcomputern unterscheidet. Er enthält einen Texteditor, der über Zeilennummern gesteuert wird und damit stark an den Basic-Editor erinnert. In diesen können wahlweise Basic- oder Assemblerprogramme eingegeben werden, die dann im ASCII-Format intern gespeichert sind. Der Editor ermöglicht nun die Speicherung als Datei auf Kassette, die Übertragung per serieller Schnittstelle an einen PC oder die Ablage in einer RAM-Disk. Insbesondere die PC-Anbindung ist beachtenswert, weil dadurch die Programmentwicklung auch in einem bequemen Editor auf dem PC erfolgen kann und die Umsetzung von Basicprogrammen vom PC auf den Pocketcomputer deutlich vereinfacht wird. Programme können im Editor jedoch grundsätzlich nicht ausgeführt werden. Basic-Programme müssen zunächst ins normale Format (Befehle als 1-Byte-Codes) übersetzt werden, Assemblerprogramme erfordern einen Assembler-Lauf zur Übersetzung in Maschinensprache.
(C) 2008 B. Jakubaschk
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Prozessor:
SC7852 (Z80 kompatibel), 3.072 MHz

RAM:
32 KB
(davon 30090 Byte frei)

ROM:
128 KB

Betriebssystem:
Basic / Assembler / Editor / Taschenrechner

Textanzeige:
24x4, monochrom
LC-Display

Grafikanzeige:
144x32, monochrom

Tongenerator:
Beeper

Hergestellt:
1991 -

Neupreis:
ca. 110 €