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Die besten Videospiele - Leben im Computer?
Leben im Computer?

Der Computer oder das Videospiel ist bewohnt. Der oder die Bewohner kann beobachtet werden, der Spieler kann aber auch interagieren.

Die Besonderheit dieses Spielgenres ist, dass das Geschöpf durch eine meist eher simple Kombination aus vorgefertigten Verhaltens-Versatzstücken und einigen Zufallselementen dem Spieler eine Art Persönlichkeit vorgaukelt und fast so etwas wie eine persönliche Beziehung entsteht.

Little Computer People
Hersteller:Activision
Erscheinungsjahr:1985
Plattform:Commodore C-64
Prozessor(en):
Grafik:
Sound:
Die vielleicht älteste Variante dieser Spielidee ist Little Computer People. Ein kleines Männchen haust im Computer und ist auf dem Bildschirm mitsamt seinem Haus zu sehen. Der Spieler kann es beobachten, es mit Essen versorgen und es unterhalten. Das Männchen kann seine Wünsche auch selbst artikulieren und durch Klopfen an die Monitorscheibe von innen auf seine Anliegen aufmerksam machen. Seine Wiedergeburt erlebte diese Spielidee in Die Sims (Maxis, 1999, PC). Angepasst an die gewachsenen technischen Möglichkeiten beobachtet man nun eine Wohngemeinschaft mehrerer Personen mit jeweils eigenen Vorlieben und Charaktereigenschaften. Der Spieler nimmt auf das Geschehen Einfluss und gestaltet damit eine Art eigene Soap Opera.

Tamagotchi
Hersteller:Bandai
Erscheinungsjahr:1996
Plattform:dediziertes Gerät
Prozessor(en):?
Grafik:32 x 16 Pixel LCD monochrom
Sound:Beeper
Eine viel primitivere Variante dieser Spielidee ist das Tamagotchi. Das Spiel steckt in einem kleinen, eiförmigen, tragbaren Gerät mit winzigem LCD-Schirm und wenigen Tasten. Das Tamagotchi ist ein Vögelchen, das zu Spielbeginn aus seinem Ei schlüpft. Der Spieler muss das Küken nun hätscheln, versorgen und unterhalten. Es verlangt nahezu permanente Zuwendung um zu gedeihen. Wird ihm diese verweigert, wird es überllaunig, krank oder stirbt sogar. Monatelang waren Millionen von Schülern, besonders häufig Mädchen, mit ihrem Tamagotchi beschäftigt. Schulen verhängten Tamagotchi-Verbote und die Tierchen wurden dann den Eltern oder Großeltern zur Pflege überlassen. Dramen spielten sich ab, wenn das Pixelgeschöpf in deren Obhut das Zeitliche segnete. Eine erfolgreiche Neuauflage dieser Idee sind die Nintendogs (Nintendo, 2005, GBA).