Das Museumsfest findet jedes Jahr unter einem bestimmten Motto statt. Diesmal waren es Spiele aus allen Zeiten und aus aller Welt, die zusammengetragen wurden und ausprobiert werden konnten. Im Schlosshof herrschte den ganzen Tag über reger Betrieb bei mittelalterlichen Spielen, Jonglierkursen und vielen modernen Spielgeräten wie Stelzen, Pedalos, einem riesigen Hüpfball und vielem mehr.
Im Schlossgebäude war ein wunderschöner und etwa 100 Quadratmeter großer Saal für die Videospielausstellung reserviert. Zwei Beamer, Leinwände und Mobiliar stellte die Stadt zur Verfügung, den Rest brachten wir mit. Alleine wäre die Vorbereitung und vor allem die Durchführung der Ausstellung ziemlich heftig gewesen. Deswegen war's genial, dass Heiko "Wumpus" Heinz extra aus Xanten nach Ettlingen kam, um alles mit mir aufzubauen und während des Fests zu betreuen. Außerdem brachte er natürlich auch noch ein paar tolle Ausstellungsstücke mit.
Nach der Eröffnung des Museumstags um 11 Uhr füllte sich der Schlosshof rasch, nur bei uns tat sich noch gar nichts. Es sollte etwa 20 Minuten dauern, bis sich die ersten bis zu uns vorgearbeitet hatten. Dann füllte sich auch "unser" Saal - und so blieb es dann auch ziemlich konstant bis nach 17 Uhr, als das Fest so langsam seine Pforten schloss.
In der Zwischenzeit begeisterten sich Menschen aller Generationen für die insgesamt zehn Stationen, an denen klassische Videospiele auf den bekanntesten Homecomputern und Videospielkonsolen ausprobiert werden konnten. Dazu kamen noch ein halbes Dutzend Handhelds und Tabletops, die ebenfalls bespielt werden durften. Die größten Publikumsmagneten waren natürlich die Spiele, die über die Beamer an die Wand geworfen wurden. Wir hatten uns für ein Nintendo 64 mit Mario Kart und ein schlichtes Pong (Philips Odyssey 2001) entschieden. Ebenfalls faszinierend waren Senso (O-Ton einer Mutter: Das ist ja wie "Ich packe meinen Koffer", bloß doofer!) und das simple "Tricky Traps", ein elektromechanisches Spiel von Tomy. Aber auch alle anderen Tabletops und die Videospiele waren fast durchgängig belegt.
Während um die Mittagszeit noch Erwachsene und ältere Jugendliche das Hauptpublikum bildeten, wurden die Besucher nachmittags deutlich jünger - und für uns in der Betreuung anstrengender. Aber auch das hat viel Spaß gemacht und am Ende des Tages konnten wir glücklich feststellen, dass nicht nur etliche hundert Besucher bei uns hereingeschaut und größtenteils auch ein Spielchen gewagt hatten, sondern auch alle Geräte den Tag unbeschadet überstanden hatten.
Hier ein paar Bilder von der Veranstaltung:
 Aufbau
 Noch ist alles ganz ruhig...
 Atari XE mit Pac Man
 Vectrex
 Großer Andrang bei Senso
 Mutter und Sohn am "Galaxian"-Tabletop
 CDI mit Hotel Mario
 Mario Kart fasziniert auch die Jüngsten
 Gespensterjagd im Labyrinth
 Konzentration
 Ausstellung in der Ausstellung: Kleine Auswahl mit Exponaten von www.digicammuseum.de in der Vitrine
 Heiko am Amiga
|