Info
Sammeln
Neuzugänge
Gesamtlisten
Danke!
Tipps & Tricks
Forum
Gesucht
Tauschangebote
Flohmarkt
Dokumentation
Computer
Videospiele


Tipps und Tricks
Woher kann ich alte Computer bekommen?

Die weitaus günstigste Quelle sind Flohmärkte. Es dauert eine Weile, bis man herausgefunden hat, welche der Flohmärkte in der Gegend ergiebig sind. Die Nachteile liegen allerdings auf der Hand: Man kann ein Gerät nur von außen begutachten, was meist durch eine Schmutzschicht erschwert wird. Ob das Gerät noch funktioniert, merkt man erst zuhause. Insgesamt sind meine Erfahrungen allerdings eher positiv. Die Preise sollten hier nicht wesentlich über 50% der im Preisindex genannten liegen.

Ganz wichtig: Erzählen Sie jedem, den Sie kennen oder der Ihnen über den Weg läuft, daß Sie alte Computer sammeln. Oft hört man dann: "Ich hab' da noch einen alten XY auf dem Dachboden. Willst Du den haben?".

Kleinanzeigenblätter, in denen man kostenlos inserieren kann, enthalten oft interessante Angebote. Eigene Inserate blieben bisher allerdings meist ohne Resonanz.

Bleibt als letzte Möglichkeit die Suche auf den Angebotsseiten der Sammler im Internet, der Flohmarkt des 8-Bit-Nirvana oder Online-Auktionen. Dort hat man den Vorteil, für gewöhnlich gute Ware zu bekommen, zahlt dafür aber auch mindestens den aktuellen Sammlerwert.

Was sind typische Defekte bei Homecomputern?

Sinclair: Bei ZX-81 und QL ist sehr oft die Zuleitung der Tastaturfolie zur Platine gebrochen. Wenn der Bruch günstig liegt, kann er mit Leitsilber (gibt's im Autozubehörhandel zum Reparieren von Heckscheibenheizungen) geflickt werden.

Amstrad: Bei den 3"-Diskettenlaufwerken wird im Laufe der Zeit der Antriebsriemen spröde und rutscht durch. Im Rundfunkfachhandel gibt's in Form von Antriebsriemen für Kassettenrekorder Ersatz. Unbedingt den alten Riemen mitnehmen!

Commodore Amiga: Viele Amigas melden sich beim Einschalten nur noch mit blinkender Power-LED und einem grünen Bildschirm. Meist sind das nur Kontaktprobleme der Agnus (8571, 8572, 8573 oder 8575) mit ihrem Sockel. Platine ausbauen, Agnus von hinten herausdrücken und wieder einsetzen hilft oftmals.

Wie kriege ich Gehäuse und Tastatur wieder sauber?

Am besten funktioniert's mit Reinigungsmilch. Auf matten Oberflächen sollte man jedoch nicht zu arg scheuern, sonst wird die Oberfläche glänzig. Mit normalem Küchenpapier kommt man normalerweise gut zurecht. Optimal ist es, wenn man das Gerät so zerlegen kann, dass man die Gehäuseschalen von der Elektronik trennt. Dann kann man richtig unter's Wasser damit.

Tastaturen sind schon schwerer zu reinigen. Schön ist es, wenn man die Tastenkappen abnehmen kann. Dann klappt's im Waschbecken mit etwas Spülmittel und einem Lappen ganz gut. Ansonsten hilft wiederum nur Reinigungsmilch, Küchenpapier mit wenig Wasser und Geduld.

Wie bekomme ich ein vergilbtes Gehäuse wieder weiss?

Die Vergilbung entsteht durch Lichteinwirkung (vor allem UV) und Wärme. Daher sollten Sammlerstücke kühl, trocken und dunkel gelagert werden, so dass es möglichst gar nicht zur Vergilbung kommt.

Wenn ein Gehäuse einmal gelb geworden ist, hilft leider gar nichts mehr, da es sich nicht um Schmutz sondern um eine Veränderung des Materials handelt. Dieses ist im Original nämlich gelblich und nur weiß eingefärbt. Sind die weißen Farbpartikel zersetzt oder herausdiffundiert, bleibt die originale Materialfarbe übrig.

Man hört immer wieder "totsichere" Tips zum Entgilben, die taugen aber alle nur bei Geräten, die den Gilb durch Zigarettendunst abbekommen haben. Einen der Tips habe ich selbst getestet, nämlich ein Bad in "Klorix", einem sehr starken Reinigungs- und Bleichmittel. Ein furchtbar vergilbtes Plastikteil habe ich zur Hälfte für eine Nacht eingetaucht. Leider ist nicht zu erkennen, welche Hälfte benetzt und welche im Freien war. Kurz: Der Effekt war gleich null. Abgesehen davon, dass Klorix das Plastik möglicherweise angreift und versprödet.

Was sind Emulatoren?

Ein Emulator ist ein Programm, das einen Computer oder Videospiel auf einem aktuellen PC komplett nachbildet. Das kann zwar das Original nicht ersetzen, man kann damit aber historische Software auf aktueller Hardware weiterbenutzen. Für PCs und Macs gibt es eine Vielzahl von Emulatoren für die verschiedensten Systeme, der größte Teil ist kostenlos verfügbar. Leider muss ein Emulator zwangsläufig auf originale und damit urheberrechtlich geschützte Programme des emulierten Systems zurückgreifen, weil nur die Hardware nachgebildet wird, das Betriebssystem aber in Form eines Abbildes des originalen ROMs benötigt wird. Damit findet die Nutzung eines Emulators in einer rechtlichen Grauzone statt - man kann zwar vermuten, dass die Rechtsnachfolger der ursprünglichen Hersteller kein Interesse an den ROMs längst verblichener 8-Bit-Hardware mehr haben, Sicherheit gibt es in diesem Bereich jedoch nicht. Daran sollte man denken, wenn man sich im Internet auf die Suche nach einer Downloadmöglichkeit für einen Emulator macht.