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Ralph Salm
Warum sammelt man gerade alte Homecomputer und Videospiele ? Bei mir kommt wahrscheinlich alles daher, daß ich (dank meines Vaters) bereits 1981 den ersten richtigen Kontakt mit einem Computer hatte. Im zarten Alter von 13 stellte ich fest, daß man mit den Rechnern auch spielen konnte - sofern man sich die entsprechende Software denn selbst schrieb oder zumindest aus den wenigen vorhandenen Zeitschriften abtippte... Vaters Sinclair ZX81 wurde requiriert, das Basic-Handbuch wurde zur neuen Hauptlektüre, und fortan floss ein guter Teil der Freizeit in die Beschäftigung mit der neuen Technik. Der weitere Weg war dann vorgezeichnet: nach dem VC-20 eines Freundes und dem ersten (eigenen) C64 kam ein Amiga 500, später ein A2000, bis irgendwann die ersten Eigenbau-PCs Einzug hielten. Bis auf den A2000 mußten die jeweiligen Vorgänger allerdings immer weichen, sobald eine neue Computer-Generation die Bühne respektive meinen Schreibtisch betrat.

Die Verbindung zu diesen "Wurzeln" habe ich dennoch nie verloren, dank Emulatoren liefen ja auch viele der alten Programme noch irgendwie auf dem PC. Allerdings ist das Gefühl auf den Originalrechnern doch ein anderes... Als dann mein alter C64, mittlerweile in Diensten meines Vaters, seinen Geist aufgab, mußte ich ihn einfach vor der Entsorgung retten (den Rechner natürlich...) und habe ihn durch Austausch dreier Ramchips wieder repariert. Das Erfolgserlebnis des blauen Startbildschirms hat dabei dermaßen nostalgische Erinnerungen geweckt, daß ich auch den Amiga wieder aktiviert habe. Und um die "Sammlung" der Rechner, die ich im Leben mal hatte, zu vervollständigen, mußte dann auch noch ein Sinclair ZX-81 her, wodurch ich mit Boris in Kontakt kam.

Der weitere Verlauf war zu erwarten: die "Traumrechner", die ich mir seinerzeit nie hatte leisten können, sollten's danach auch noch sein, dann ein paar ausgesuchte Videokonsolen, und schließlich habe ich der Einfachkeit halber schlicht das Wort "alles" eingesetzt... Dadurch hat sich mittlerweile eine recht veritable Sammlung zusammengefunden; mehrere hundert Geräte (inkl. Dubletten), dazu Zubehörteile, Software und Literatur beanspruchen sowohl meine Lagerkapazität als auch die Geduld meiner Umgebung bis an die Grenzen. Allerdings findet sich doch für jeden Neuzugang immer noch ein Plätzchen... ;-) Man ist ja nicht umsonst in ein Haus umgezogen. Hier konnte ich endlich auch einen weiteren, immer noch im Aufbau befindlichen Bereich meines Sammelinteresses unterbringen: Arcade-Videospiele, die Vorläufer der heutigen Wohnzimmer-Spielkonsolen. Aus Platzgründen mußte ich mich allerdings hier doch auf zwei Universalautomaten beschränken, die mit einer großen Menge vor der Entsorgung geretteter Videospiel-Platinen gefüttert werden können.

Neben der ständigen Suche nach Neuzugängen für Sammlung und Museum steht auch das Restaurieren und Reparieren der alten Computer im Vordergrund. Als Autodidakt im Löten wundert es mich selbst immer wieder, daß noch keine Maschine an meinen "Künsten" verstorben ist, sondern im Gegenteil selbst komplizierte Operationen bislang durchweg mit einem wieder lauffähigen System geendet haben. Mit der Zeit wird man mutiger... Auch die Jagd nach (manchmal wirklich schwer zu bekommenden) Ersatzteilen ist irgendwie spannend... Und selbstverständlich versetzt einen auch die Recherche nach Infos über die früheren "Technikwunder" jedesmal so herrlich zurück in die "gute alte Zeit". Da ich das Glück hatte, die Entwicklung der Homecomputer quasi von der Pike auf mitzuerleben, werden da viele Erinnerungen wach; manche Dinge mögen im Rückblick besser erscheinen, als sie es seinerzeit waren, aber vieles kann ein Anwender, der erst mit heutigen PCs in die Computerwelt eingestiegen ist, weder wissen noch verstehen, solange er die Grundlagen nicht kennt. Das war auch einer der Gründe, die Sammlungen auch in Form eines virtuellen Museums im Internet zu präsentieren; man kann noch vieles vor dem Vergessen retten und Besuchern der Seiten vielleicht einige nette Erinnerungen aus der eigenen Jugend oder Computerhistorie zurückholen.

Deshalb ist es schade, daß so vieles von damals heute einfach unbeachtet auf dem Schrottplatz landet. Sollten Sie also noch irgendetwas im Keller oder auf dem Dachboden finden, was Ihnen nur Platz wegnimmt, uns aber evtl. weiterhelfen könnte, würde ich mich riesig über eine entsprechende Information freuen. Gleiches gilt für Fragen, Anregungen, Wünsche, Hinweise, Allgemeines, etc.; einfach eine Mail schreiben, wenn ich nicht gerade völlig im Streß bin, antworte ich gerne und zeitnah. Manchmal kann's halt ein paar Tage dauern, aber eine Antwort bekommt jeder...