Amiga 4000

Hardwareinfo:

Der Nachfolger des A3000 wurde konsequent auf niedrige Herstellungskosten getrimmt, was ihm einen IDE-Hostadapter beschert hat. Auch auf den Flickerfixer wurde verzichtet. Den A4000 gibt es mit 68EC030 und 68040-Prozessor. Die Prozessoren sitzen auf einer Steckkarte, sind also austauschbar und z.B. auch durch einen 68060-Prozessor zu ersetzen.

Platinenrevisionen:

Vom A4000 gibt es zwei Versionen: Die ersten Exemplare wurden in Schottland gefertigt und zeichnen sich darurch aus, daß der Baustein "Buster" eingelötet ist. Da dieser Chip noch nicht richtig funktioniert, können keine Karten eingesetzt werden, die Zorro-III-DMA durchführen wollen. In den neueren, in den Philippinen gefertigten 4000ern war zwar bis März 93 auch noch kein funktionierender Buster eingesetzt, aber der vorhandene ist immerhin gesockelt und kann somit später noch ausgetauscht werden.

Typische Fehler

Symptom: zunächst keine, nach einigen Wochen stirbt der Rechner an Überhitzung.
Ursache: Fertigungsfehler bei den ersten A4000.
Abhilfe: Der Lüfter ist verkehrt herum eingebaut und bläst die Luft nicht hinten aus dem Gehäuse sondern saugt sie an. Sofort zum Händler bringen oder selbst umdrehen. Das Tauschen der Anschlußkabel führt nicht zum Erfolg!

Symptom: In allen VGA-Modi (DBL-PAL/NTSC, Euro72, Productivity) ist der Bildschirm bis auf einen schmalen Streifen an der rechten Seite wie mit einem grünen Schleier verhängt.
Ursache: Schwachsinn
Abhilfe: Im Gehäuseinneren sind die beiden Jumper JS501 und JS502 zu entfernen. Ohne die Jumper gehen alle Modi tadellos. Warum nicht gleich so?

Symptom: A4000/040 Läuft mit Zorro III-Karten (Piccolo, Fastlane, A4091) nicht zusammen.
Ursache: Produktionsfehler. Auf dem Prozessorboard ist ein PAL (u209) fehlerhaft programmiert. Diese Version trägt die Nummer 391472-01, der Fehler wurde mit ...-02 behoben.
Abhilfe: Ein Bustreiber 74FCT244 unter dem Prozessorboard muß gegen einen 74FCT240 ausgetauscht werden.